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Legenden von Storvatan
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Auszüge aus den Tagebüchern der Knochenjäger

 
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wildhair
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BeitragVerfasst am: 14.05.2010, 17:29    Titel: Auszüge aus den Tagebüchern der Knochenjäger Antworten mit Zitat

Knochenjägerlager 4, Sammler Unfried, Bericht 375:

Wie geplant graben wir nun schon eine ganze Weile am Fuß eines Wolkenkratzers, aber auch nach 4 Wochen haben wir nichts brauchbares gefunden. Eigentlich haben wir gar nichts gefunden. Wir haben gut 10 Meter tief gegraben und fanden: Nichts. So einen reinen Boden habe ich vorher noch nie gesehen. Keine Steine, Knochen, Wurzeln - überhaupt nichts davon im Umkreis von gut 50 Metern um einen Wolkenkratzer. Das ist nicht normal.

Knochenjägerlager 4, Sammler Wink, Bericht 392:

Der Boden hat heftig gewackelt - wohl ein Erdbeben. In den Aufzeichnungen fanden wir keine Hinweise auf frühere Beben. Verletzt wurde niemand, einige Geräte sind beschädigt worden, konnten jedoch repariert werden.

Selbst der Wolkenkratzer hat bedenklich geschwankt. Und dann trauten wir unseren Augen nicht - die Spitze brach ab. Sie war sicher mehrere 100 Meter lang - und stürzte herab. Wir sind alle panisch zur Seite gerannt. Dann schrie auf einmal Sammler Unfried und deutete nach oben. Alle blieben stehen und drehten sich um. Wir sahen die Turmspitze herabstürzen - und dann begann sie sich aufzulösen ... auf halbem Weg den Turm herab war sie verschwunden.

Während wir noch dastanden und das Gesehen zu verstehen versuchten, rumorte es auf einmal am Fuße des Turms ... und wir sahen, wie sich der Turm Meter um Meter aus dem Boden schob! Und oben an der Bruchstelle geschah wohl ebenfalls etwas. Denn dort erschien eine neue Turmspitze. Höher und höher wuchs der Turm aus dem Boden. Nach ungefähr einer Stunde hörte das Wachstum auf und der Turm hatte seine alte Höhe wieder.

Ich glaube, wir wurden heute Zeugen für den Grund, warum wir nie einen beschädigten oder umgestürzten Turm sahen: Sie reparieren sich selbst, und beschädigte Teile lösen sich einfach auf.

Sammler Jorn stellte eine interessante Frage: Wie tief geht so ein Turm in den Boden hinab, wenn er mehrere Hundert Meter wachsen kann - und was befähigt einen Turm dazu, solche Dinge zu tun, wie er es getan hat?

Ich denke, heute wurden einige Fragen zu den Türmen beantwortet, aber unzählige neue aufgeworfen.
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Beatrix
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BeitragVerfasst am: 14.05.2010, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Knochenjägerlager 4, Wächter Tojim, Privates Tagesbuch:

Habe eine schlechte Nacht hinter mir, den Sammlern und ihren Geschichten sei dank.

Nach dem Schreck des Erdbebens und der Aufregung über die neue Entdeckung, haben wir uns alle schnell wieder beruhigt. Aber abends fingen dann alle mit ihren Geschichten an.

Der kyrische Sammler Unfried erzählte, dass man von seinem Land aus einen der Wolkenkratzer sogar aus dem Meer ragen sieht, weit draußen, wo die Seegeister alles andere zermalmen, selbst den stärksten Fels.

Der Ithia Wink behauptete sogar, dass vor so vielen Monden, dass schon niemand mehr genau weiß, wann es war, eine ihrer Magierfamilien einen dieser Türme bewohnt haben soll, bis er ungesehn verschwand mit der gesamten Familie. Unfried hat das als Unsin abgetan, aber Wink behauptet, die Familie hätte sich in große Vögel verwandeln und die Wolkenkratzer so betreten können.

Es sind dumme Geschichten, denke ich immer, aber Shjaska hört jedes mal interessiert zu und obwohl ich ihr ein Zeichen gegeben habe, hat sie schließlich von unseren Legenden über die Wolkenkratzer erzählt. Dass wir sie die Geisterknochen nennen, weil wir glauben, dass sie aus dem Leib des großen Geistes emporwachsen und mit ihm verbunden sind, seine Fühler, Augen und Ohren sind, die nur an jenen Orten erscheinen, die ihm in seiner unergründlichen Weisheit wichtig sind.

Shjaska findet immer bessere Worte als ich für die alten Geschichten, sie ist wirklich überzeugend, aber obwohl der Magier und der Gerätemann zuerst darüber gelacht haben, steigerten sie sich auf eine seltsame Weise immer mehr in die Idee hinein, dass die Türme tatsächlich Knochen sind. Sie haben überhaupt nicht verstanden, das Geisterknochen nicht mit unseren zu vergleichen sind! Shjaska kam nicht mehr zu Wort, so energisch stritten sich die beiden und ihre Ideen über riesige Ungeheuer unter unseren Füßen, deren Klauen und Zähne sich durch den Boden fraßen, um irgendwann alles zu verschlingen, wurden immer gespenstischer und sie immer lauter.

Am Ende war ich froh, als das Heulen von Windreitern sie zum Schweigen brachte, obwohl ich deswegen die ganze Nacht doppelt Wache halten musste. - Ich hätte ohnehin nicht schlafen können, denn jedes Mal, wenn der Geisterknochen im Mondlicht glitzerte, musste ich daran denken, dass er tatsächlich wie ein riesiger Raubzahn aussieht.
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wildhair
Storvatan-Fee
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BeitragVerfasst am: 06.03.2011, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Gespräch an einer Grabungsstätte, Lage unbekannt, zwischen zwei Erhaltern.

"Diese Knochenjäger sind so ... so ..."
"Grob? Hektisch? Zerstörerisch?" kommt ihm sein Kollege zu Hilfe.
"Hm. ... Irgendwie alles gleichzeitig und noch eine Menge mehr. Sie haben keine Geduld, sie wollen alles so schnell wie möglich in Händen halten - um sich dann sofort dem nächsten zu zu wenden. Es sind eben nur bessere" zögert und sieht sich um, ob ihn niemand hört "Grubenarbeiter ..."
Der zweite Erhalter nickt und meint "Wem sagst du das? Vor einigen Wochen fanden wir eine unglaubliche Wand, sehr gut erhalten, mit Bildern und Schriftzeichen. Eine Lebensaufgabe! ... Dummerweise war keiner von uns dabei, nur die Knochenjäger. Und was machen diese Idioten? Anstelle uns zu rufen ... schlagen sie ein Loch durch die Wand, um zu sehen, ob etwas dahinter ist! Und erst als sie dort nichts finden, rufen sie uns. Unsere Gruppe war kurz davor, ein Massaker zu begehen! Die ganze Wand war zerstört ... für nichts!"
"Ach du Scheiße ... Davon wusste ich nichts. Aber das passt zu den Knochenjägern. Alles sofort haben wollen, aber die Geschichte dazu interessiert sie nicht die Bohne. Ich habe aufgehört mich zu fragen, wieviel die wohl schon zerstört haben. Das tut meinem Magen nicht gut ..."
"Ich frag mich ja, wie wir die Vergangenheit erhalten und kennen lernen sollen, wenn es Leute wie die gibt, denen es nicht wirklich um Geschichte geht. Auch wenn sie es behaupten."
"Denken wir besser nicht drüber nach .... hast du noch was zu trinken? Ich hab jetzt einen guten Schluck bitter nötig."
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