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Legenden von Storvatan
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Kühe, Käse, Muhtationen!

 
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wildhair
Storvatan-Fee
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BeitragVerfasst am: 05.05.2010, 13:27    Titel: Kühe, Käse, Muhtationen! Antworten mit Zitat

Die Welt ist schön

Fredrik fuhr gut gelaunt wie jeden Tag mit seiner gesammelten Wagenladung Milch den Weg entlang zur Molkerei, um sie dort abzuliefern. Vorbei an scheinbar endlosen Weiden voller Kühe. Grünes, saftiges Gras, welches sich im Wind wiegte. Und glückliche Kühe, die friedlich ihr Gras fraßen, wie es Kühe halt so tun. Der Weg zur Molkerei war sehr lang - die Leute redeten von dieser Straße nur als "die Milchstraße" - und schnurgerade, gesäumt von unzähligen Weiden. So zogen die Ochsen den Karren von alleine, während Fredrik Tagträumen nachging. Hier war es ja so was von friedlich.

Die Welt ist schlecht

Sie standen dicht gedrängt beieinander, Rücken an Rücken im Kreis, beäugten jeden sich bewegenden Grashalm skeptisch und in ihren Augen spiegelte sich neben Furcht auch Niedergeschlagenheit wieder. Wie schon so oft riefen sie dem Menschen Fredrik zu, er solle sich in Acht nehmen. Doch er grinste nur blöde vor sich hin auf seinem Milchwagen und winkte ihnen ab und an zu. Diese Menschen waren so blind. Sahen nur, was sie sehen wollten.

Hatte sich da nicht eben das Gras bewegt? Die Herde rückte noch ein wenig näher zusammen um die Jungen zu schützen. Hier im tiefen Gras tummelten sich Wesen, die wider der Natur waren. Sie hatten versucht, das Gras abzufressen, damit die Menschen diese Wesen sehen konnten. Aber kaum hatten sie es im Ansatz geschafft, wurden sie auf eine andere Weide getrieben. Und das Drama begann von vorne.

Alles ist Käse

In der Molkerei indes ging man seinem Tagewerk nach, aus Milch viele neue Produkte herzustellen. Es gab verschiedene Abteilungen für haltbare Milch, Käse, Joghurt und was man sonst aus Milch machen konnte. Ein ganz normaler Betrieb also.
Abgesehen davon, dass die Käserei ein wenig abseits stand und Besuchern, welche ab und an vorbei kamen, nicht offen stand, die Gebäude massiver waren als die andren, die Fenster immer offen waren und vor jedem ein Haufen Stroh lag, daneben verschiedene Waffen. Aufmerksamen Beobachtern wäre wohl möglich auch aufgefallen, dass die Beinkleider der Käsemacher ihre Füße und Unterschenkel stark polsterten und fast schon wie eine Art Rüstung wirkte. Zudem schienen einige der Angestellten nicht zu arbeiten, sondern standen an strategisch überschaubaren Stellen und beobachteten den Entwicklungsprozess des Käses mit Argusaugen.

Käse an die Macht!

Unaufhörlich tropften Milchprodukte von der Höhlendecke, sickerten durch die Ritzen und Spalten im Boden darüber und vereinten sich am Grund der Höhle zu einem unheilvollem Gemisch aus lebenden Kulturen verschiedenster Arten. Ab und an ertrank eine Ratte oder ein Insekt darin – um irgendwann als Käsezombie oder schlimmeres dem See zu entsteigen. Ein Nachleben, geboren aus vergorener Milch, Pilzkulturen und vielfältigen Zutaten aus der Molkerei, zusammengebraut und vermischt, ergab es die tödlichsten Milchprodukte, die man sich vorstellen konnte.
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